Wissenswertes

Die Energiewende hat ihren Preis, den alle Stromkunden mit bezahlen. Dabei steigt der Anteil staatlicher Belastungen stetig an.

Der Strompreis besteht aus drei großen Kostenblöcken: Steuern und Abgaben machen mit 51 Prozent mehr als die Hälfte des Strompreises aus. Auf die Netzgebühren entfallen rund 22 Prozent. Die restlichen 27 Prozent des Strompreises teilen sich auf in Beschaffung, Vertrieb und Marge.

Steuern und Abgaben

Neben der Mehrwertsteuer macht die EEG-Umlage, mit welcher der Ausbau der Erneuerbaren Energien mit finanziert wird, den größten Anteil an Steuern und Abgaben aus. Laut Koalitionsvertrag von CDU/CSU/SPD soll das Erneuerbare-Energien-Gesetz bis Mitte 2014 geändert und der stetige Preisanstieg für private Verbraucher aufgehalten werden. Aufgrund dieser aktuellen politischen Lage erscheint es unwahrscheinlich, dass im Laufe des kommenden Jahres der Staatsanteil am Strompreis noch weiter erhöht wird.

Netznutzungsentgelte

Die Netzentgelte für die Benutzung von Stromleitungen und -zählern unterscheiden sich regional aufgrund von Faktoren wie Terrain und Bevölkerungsdichte stark. Sie werden von der Bundesnetzagentur im Rahmen der sogenannten „Anreizregulierung“ kontrolliert und festgelegt. Zum Jahreswechsel 2013/2014 sind die Netzgebühren im haushaltsgewichteten Bundesdurchschnitt um rund 1 Prozent gesunken. Eine starke Veränderung der Netzentgelte zum Jahreswechsel 2014/2015 ist bisher nicht absehbar.

Beschaffung, Marge und Vertrieb

Die Zusammensetzung des Strompreises zeigt, dass die Stromversorger selbst nur rund 27 Prozent des Endpreises beeinflussen können.